15. Mai 2023

Im Dialog mit… Doris Holzberger

Für die digitale Transformation von Unterricht und Lehrkräftebildung vereint der Kompetenzverbund lernen:digital in seinen vier Kompetenzzentren rund 200 Teilprojekte – und damit zahlreiche Forscher:innen verschiedenster Institutionen und Fachdidaktiken. In der Interview-Reihe „Im Dialog mit…“ stellen die Expert:innen die Arbeit des Kompetenzverbunds, ihre eigenen Projekte und nicht zuletzt ihre Vision eines gelungenen Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis vor.

Biografie

Prof. Dr. Doris Holzberger, geboren 1985 in Nürnberg, ist seit 2018 Inhaberin der Professur für Schul- und Unterrichtsforschung an der TU München und leitet die Arbeitsgruppe Forschungssynthesen am ZIB, dem Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien. Ihre Forschung im Bereich pädagogische Psychologie und empirische Bildungsforschung konzentriert sich vor allem auf Unterrichtsqualität und Motivation von Lehrkräften sowie schulische Rahmenbedingungen und die  Zusammenarbeit von Lehrkräften. Zu ihren Forschungsergebnissen erscheinen regelmäßig praxisorientierte Themenhefte und Beiträge.
 

Im Dialog mit …

Prof. Dr.
Doris Holzberger

Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung, Mitglied der Steuerungsgruppe der lernen:digital Transferstelle

1. Was ist das Besondere am Kompetenzverbund lernen:digital?

Der Kompetenzverbund lernen:digital widmet sich dem wichtigen Thema „Digitalisierung in der Bildung“ aus nachhaltiger Perspektive. Das Besondere: Er bündelt die Anstrengungen verschiedener Player und setzt insbesondere auf ein langfristig wachsendes Netzwerk von Bildungswissenschaft und -praxis. So ebnet er nicht nur den Weg für innovative Ansätze, sondern leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Transformation im Bildungsbereich. Auf diese Weise schafft er beste Voraussetzungen für eine zeitgemäße sowie zukunftsgerichtete Gestaltung von Bildung in Deutschland.

2. Welche Perspektive bringen Sie mit Ihrer Einrichtung ein?

In den Kompetenzverbund lernen:digital bringen wir unsere Expertise im Bereich der Forschungssynthesen ein. Da sie einen Überblick über den Forschungsstand zu zentralen Bildungsthemen wie der Digitalisierung ermöglichen, bieten Forschungssynthesen eine ideale Basis für den Wissenschafts-Praxis-Transfer. Auf ihrer Basis lassen sich im Dialog von Bildungswissenschaft und -praxis Empfehlungen für Lehrkräfte und Schulen, aber auch für Bildungsadministration und -politik ableiten.

3. Was verstehen Sie unter gelungenem Transfer und was braucht es dafür?

Transfer ist ein wechselseitiger Prozess, der von verschiedenen Perspektiven profitiert. Damit wissenschaftliche Erkenntnisse auch in den Klassenzimmern ankommen, sollten wir also im Gespräch bleiben und Räume eröffnen, die den Austausch ermöglichen. Indem der Kompetenzverbund das Netzwerk von Bildungsforschung und -praxis ausbaut, legt er nun einen wichtigen Grundstein dafür, dass der Wissenschafts-Praxis-Transfer gelingen kann.